Das Dosieren in der Homöopathie

Verdünnungen wie D10 z.B. sind zwar stärker verdünnt als D1 ‚ man spricht aber von höheren Potenzen und enthalten weniger Arzneistoff.

Das Dosieren in der Homöopathie

Das Dosieren in der Homöopathie

Das bedeutet aber auch nicht, dass sie schwächer wirken. Hier kommt es auf die Reizwirkung an, die durch verschiedene Potenzen erreicht werden kann. Welche Potenz bei welcher Krankheit anzuwenden ist, bleibt dem erfahrenen Anwender vorbehalten. Man kann allerdings von einer gewissen Reglementierung ausgehen.

Prinzipiell werden bei akuten, intensiven Krankheiten niedere Potenzen (D3-D12) verwendet, die öfters gegeben werden (z.B. stündlich oder 3x täglich), bei chronischen Krankheiten hohe Potenzen (D30 und höher), seltene Gabe (z.B. jeden 2. Tag, einmal wöchentlich oder gar nur einmalig). Vor allem bei Potenzen jenseits von D30 spricht man von hohen Potenzen, die in den meisten Fällen nur für chronische Erkrankungen oder als Konstitutionsmittel eingesetzt werden.

Da die Homöopathie alle möglichen Arzneiformen kennt (Tropfen = Dilution, Pulver = Trituration, Salben, Zäpfchen, Injektionen etc.) gibt es auch verschiedene Verdünnungsmittel. Die am häufigsten angewendete Form ist jene der Tropfen = Dilution, verdünnter Alkohol ist der Arzneistoffträger. Bei unlöslichen Arzneistoffen dient Milchzucker als Pulver zum Verdünnen. Eine spezielle Arzneiform, die nur in der Homöopathie vorkommt, sind die so genannten Globuli (= Streukügelchen). Da die Anwendung von Dilutionen in Form des verdünnten Alkohols vor allem für Kinder unangenehm ist, wird vermehrt auf die Anwendung von Globuli zurückgegriffen. Hierbei wird der Arzneistoff über die verdünnte Form der Dilution auf die Globuli geträufelt und zum trocknen gebracht.

Es gilt das Schema: 1 Tablette = 5 Tropfen = 5 Globuli

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