Die tibetische Medizin - Rückkehr zur Mitte

Der gesunde Mensch ist in einem Zustand des fließenden Gleichgewichts, das – einem Pendel gleich – immer wieder neu zur Mitte findet.

Rückkehr zur Mitte

Rückkehr zur Mitte

Diese Mittellage ist der Bereich der Gesundheit, des “Sich-Wohl-Fühlens”.

Die tibetische Medizin ist eines der ältesten ganzheitlichen Medizinsysteme. Das vorrangige Ziel der tibetischen Rezepturen ist die Normalisierung, das Ausgleichen von Extremen. Dabei kommt körperlicher und seelischer Gesundheit die gleiche Bedeutung zu.

Die philosophische Grundlage der Medizin aus dem Tibet gründet in der Lehre des Buddhismus. Durch die Wahrnehmung von “Ich” und “Mein” trennten wir Menschen uns von den Energien der Natur. Da wir aber in unsere Umwelt untrennbar eingebettet sind, wurden wir zu geistig Unwissenden. Die drei so genannten Geistesgifte Hass, Ignoranz und Gier entstanden.

Wo immer man Kontakt mit Mönchen aus dem Tibet hat, sei es im Fernsehen oder bei Veranstaltungen des Harrer-Museums in Hüttenberg, fällt gleich auf, dass sie fast immer lachen (Achtung, seine Heiligkeit der Dalai Lama besucht Hüttenberg am 14. Mai 2006). Sie strahlen Unbekümmertheit, Freundlichkeit, fast kindliche Fröhlichkeit aus – als hätten sie gelernt, die Geistesgifte zu überwinden.

Die drei Geistesgifte sind die unmittelbare Ursache für ein Ungleichgewicht der drei Körperprinzipien Galle (Tipa, Körperwärme), Schleim (Regen, Kühle und Feuchtigkeit) und Wind (Lunge, Bewegung). Ein unharmonischer Zustand drückt sich in einem energetischen Ungleichgewicht aus, und zeigt sich schlussendlich auf körperlicher Ebene als Krankheit.

Laut den Tibetern werden die Körperprinzipien, ebenso wie der menschliche Körper selbst, von den 5 Elementarenergien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum gebildet. Sie sind für die Vitalität des Geistes und des Körpers verantwortlich. Die Behandlung durch einen tibetischen Arzt beginnt daher meist damit, das Gleichgewicht dieser Energien im Körper festzustellen. Er stellt Fragen nach dem Verhalten und den Ernährungsgewohnheiten des Patienten. Er stellt eine Diagnose durch das Erfühlen des Pulses, durch Urin, Augen und Zungendiagnose. Wenn Ratschläge zur Anpassung der Ernährung und des Verhaltens nicht genügen, werden Arzneimischungen eingesetzt.

Die Tibetischen Rezepturen beinhalten meist eine Vielfalt verschiedener Kräuter und Mineralsstoffe. Das Ziel der Behandlung ist es, das Ungleichgewicht der Elemente im menschlichen System wieder auszugleichen und damit die Krankheit an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Über den Geschmack beurteilen die Tibetischen Ärzte die Qualität und Wirkung einer Heilpflanze. Denn über den Geschmack können sie feststellen, welche Elemente ein Heilmittel enthält.

Aus dem tibetischen Rezepturenschatz
In Österreich stehen zwei Mittel aus dem tibetischen Rezepturenschatz zur Verfügung:
Padma Digestin Verdauungstabletten
fördern die “Verdauungshitze”. Das Mittel wird bei Verdauungsschwäche eingesetzt, die sich zum Beispiel durch Völlegefühl und Blähungen zeigt. Nach tibetischer Auffassung können auch kalte Hände und Füße von zu geringer Verdauungshitze herrühren. Für das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem steht Padma Basic zur Verfügung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen eine gute Wirksamkeit bei Durchblutungsstörungen mit Beschwerden wie Kribbeln, Ameisenlaufen, Schwere und Spannungsgefühl in den Beinen und Armen, Einschlafen von Händen und Füßen und bei Wadenkrämpfen. Durch die experimentelle Untersuchung der einzelnen Bestandteile konnte auch eine Erklärung der Wirkung auf das Immunsystem und die Eigenschaften als Radikalfänger erbracht werden. Die Kombination der Kräuter verstärkt diese Wirkung und vermindert Nebenwirkungen.

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