Donnerstag, 18. Oktober 2018

Marien Apotheke
Haupstrasse 33, 8063 Eggersdorf/Graz
Tel: 03117/27988-0

Fux-Apotheke
Markt 137, 8323 St. Marein bei Graz
Tel: 03119 / 31 111

Apotheke Sinabelkirchen
Untergroßau 185, 8261 Sinabelkirchen
Tel: 03112 / 5600

Übergewicht ist extrem teuer!

Übergewicht ist extrem teuer!

Übergewicht ist extrem teuer!

Schon seit einiger Zeit bemühen wir uns, über die Gefahren und das Risiko beim metabolischen Syndrom (Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck, Blutfette) zu informieren. Dabei liegt der Schwerpunkt beim Übergewicht. Fasten nach Ramadan, Kohlenhydrate mit geringem Insulinbedarf waren Artikel, die Sie gerne bei Bedarf in Kopie erhalten können.

Nun lässt eine Studie aus Innsbruck aufhorchen: Anhand von 3400 untersuchten Personen wurde festgestellt, dass Übergewicht und die daraus folgende Medikation dem Gesundheitssystem teurer kommt als Rauchen oder übermäßiges Trinken. 40 % der Österreicher sind übergewichtig (BMI über 25), zusätzlich 11,5 % sind krankhaft fettleibig (BMI über 30). Medikamente gegen Fettleibigkeit gibt es wenige, betonten die Studienautoren. Eine Diät könne nur dann erfolgreich sein, wenn der Patient auch Lebensgewohnheiten wie Essen und Bewegung ändert. Das haben wir in den erwähnten Ausgaben mehrfach hervorgehoben. Unsere Essgewohnheiten sollten in jedem Fall mit mehr Bewegung kompensiert werden. Zu diesen Daten passt ein Artikel des Kurier – einer der wenigen, der eine Aussendung der österreichischen Apothekerkammer kommentierte. Der jährliche Medikamentenverbrauch der Österreicher beträgt pro Kopf und Jahr erstaunliche 27 Packungen. Ein krankhaft Übergewichtiger braucht zur Behandlung seiner Folgekrankheiten 1 bis 2 verschiedene Tabletten gegen erhöhten Zucker, 1 bis 2 Tabletten gegen hohen Blutdruck, 1 bis 2 verschiedene Tabletten gegen Cholesterin und Harnsäure im Blut; Gelenksschäden werden mit Schmerz- und Entzündungsarzneien behandelt, die eine Gastritis, bedingt schon durch die falsche Ernährung, fördern. 1 bis 3 verschiedene Tabletten folgen daraus. Da die Packungsgrößen für ein Monat reichen, belastet dieses „Menü“ die Statistik mit bis zu 9 mal 12 = 108 Packungen pro Jahr.

Banale Grippemittel, Lutschtabletten, Nasentropfen, die eine oder andere Salbe oder eine Behandlung gegen Kopfschmerzen sind da noch nicht mit eingerechnet.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat 1996 Übergewicht als Krankheit anerkannt. Bei 40 % Betroffenen in Österreich wäre diese Krankheit als Epidemie zu bezeichnen, und damit ein deutlicher Auftrag für die pharmazeutische Industrie, endlich ein Medikament zu entwickeln, welches die selbe Wirkung hat wie täglich 30 Minuten Bewegung.

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