Dienstag, 19. Februar 2019

Kur-Apotheke
Hauptstrasse 66, 8301 Laßnitzhöhe/Graz
Tel: 03133 / 2456-0

Apotheke St. Margarethen
8321 St. Margarethen / Raab 330
Tel: 03115 / 22065

Kulmland Apotheke
8212 Pischelsdorf 59
Tel: 03113 / 8330

SIDS: mögliche Erklärungen

Veränderungen im Serotonin System

Der plötzliche Kindstod (SIDS) hängt vermutlich mit bestimmten Veränderungen im Hirnstamm der Babys zusammen. Amerikanische Neurowissenschaftler verglichen den Hirnstamm bei 31 SIDS-Opfern und zehn Babys, die an einer anderen Todesursache gestorben ­waren.

Der plötzliche Kindstod (SIDS) hängt vermutlich mit bestimmten Veränderungen im Hirnstamm der Babys zusammen. Amerikanische Neurowissenschaftler verglichen den Hirnstamm bei 31 SIDS-Opfern und zehn Babys, die an einer anderen Todesursache gestorben ­waren.

Dabei stießen sie auf bestimmte Veränderungen im untersten Teil des Hirnstamms. Hier werden lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur kontrolliert. In diesem Bereich des ­Gehirns fanden die Forscher bei den SIDS-Opfern eine ungewöhnlich hohe Zahl bestimmter Nervenzellen, die den ­Botenstoff Serotonin verwenden. Der großen Menge dieser Neuronen stand eine geringe Anzahl eines bestimmten Typs von Serotonin-Rezeptoren ­gegenüber.

Serotonin ist vermutlich auch an der Regulierung von Atmung, Blutdruck und Temperatur ­sowie an der Sensibilität für Kohlendioxid beteiligt. Auffällig ist, dass eine Bauchlage beim Schlafen das Risiko des Babys für den Kindstod deutlich erhöht. ­Manche Kinder bemerken offenbar nicht, wenn sie in dieser Position zu viel Kohlendioxid und zu wenig Sauerstoff einatmen – dafür könnten die Veränderungen des Serotonin-Systems im Hirnstamm verantwortlich sein.

Copyright © - Alle Rechte vorbehalten, Realisiert durch Kaindl Communications GmbH und plusminus design®