Samstag, 22. September 2018

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SIDS: mögliche Erklärungen

Veränderungen im Serotonin System

Der plötzliche Kindstod (SIDS) hängt vermutlich mit bestimmten Veränderungen im Hirnstamm der Babys zusammen. Amerikanische Neurowissenschaftler verglichen den Hirnstamm bei 31 SIDS-Opfern und zehn Babys, die an einer anderen Todesursache gestorben ­waren.

Der plötzliche Kindstod (SIDS) hängt vermutlich mit bestimmten Veränderungen im Hirnstamm der Babys zusammen. Amerikanische Neurowissenschaftler verglichen den Hirnstamm bei 31 SIDS-Opfern und zehn Babys, die an einer anderen Todesursache gestorben ­waren.

Dabei stießen sie auf bestimmte Veränderungen im untersten Teil des Hirnstamms. Hier werden lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur kontrolliert. In diesem Bereich des ­Gehirns fanden die Forscher bei den SIDS-Opfern eine ungewöhnlich hohe Zahl bestimmter Nervenzellen, die den ­Botenstoff Serotonin verwenden. Der großen Menge dieser Neuronen stand eine geringe Anzahl eines bestimmten Typs von Serotonin-Rezeptoren ­gegenüber.

Serotonin ist vermutlich auch an der Regulierung von Atmung, Blutdruck und Temperatur ­sowie an der Sensibilität für Kohlendioxid beteiligt. Auffällig ist, dass eine Bauchlage beim Schlafen das Risiko des Babys für den Kindstod deutlich erhöht. ­Manche Kinder bemerken offenbar nicht, wenn sie in dieser Position zu viel Kohlendioxid und zu wenig Sauerstoff einatmen – dafür könnten die Veränderungen des Serotonin-Systems im Hirnstamm verantwortlich sein.

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