So gelingt der Schulbeginn

Der Wechsel vom Kindergarten in die Volksschule ist wohl die größte Herausforderung für Kind und Eltern. Das Ende der sorglosen Zeit und der Start in die Welt der Pflichten und Aufgaben sollte gut vorbereitet werden.

So gelingt der Schulbeginn

So gelingt der Schulbeginn

Nach den Erfahrungsberichten von VolksschullehrerInnen ist an Stoffunterricht erst 3 bis 4 Wochen nach Schulbeginn zu denken. Zu unterschiedlich sind die Fähigkeiten und der soziale Umgang der Zwerge. Vom richtigen Halten der Schere bis zum konsequenten Sitzenbleiben, von der Ordnung in der Schultasche bis zum Bedürfnis nach „Schoßsitzen“, vom Merken der Hausaufgaben bis zum sozialen Verhalten in der Pause, alles muss erlernt werden und der Erfolg wird daran gemessen, wie schnell MAMA oder AUTO gelesen oder geschrieben werden kann.

Eltern können helfen, ihr Kind durch gewisse Aufgaben spielerisch auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Man kann das Kind etwa beim Versuch des exakten Ausmalens eines Feldes oder Ausschneidens einer Figur beobachten. Wie hält es die Stifte, wie die Schere? Üben Sie mit Ihrem Kind auch, Ordnung in ein Durcheinander zu bringen: Etwa im Federpenal, in der Heftmappe oder am Schreibtisch.

Tragen Sie bei zur Entwicklung seiner Selbständigkeit, in dem Sie ihrem Kind 3 bis 4 leichte Aufgaben geben und bewerten Sie die Leistung erst nach Erfüllung aller Aufträge: z.B. Hol bitte eine Mineralwasserflasche aus dem Keller, lege die Schlüssel für Vati auf den Tisch, schließe das Gartentor und gib der Katze Futter.

Oft haben Kinder Schwierigkeiten oben und unten oder rechts und links zu unterscheiden. Eine gute Übung, um das zu verbessern, wäre ein Bild zu beschreiben: „Was siehst du oben rechts?“ Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren entwickeln ihre eigenen Interessen. Beziehungen zu Freunden schärfen die Persönlichkeit. Sie brauchen mehr Zeit für ihre Vorlieben. Damit sinken die Konzentration und der Schulerfolg. Die Eltern treten in den Hintergrund.

Nehmen Sie sich zurück und helfen Sie, die Zeitplanung effizient zu gestalten. Es muss Raum für die Persönlichkeitsentwicklung vorhanden sein, aber die schulischen Pflichten sollten nicht im letzten Moment erledigt werden. Lernen Sie dem Kind Agieren statt Reagieren. Beim Frühstück braucht man nicht mehr fragen, ob die Hausaufgaben erledigt sind.

Sind die Kinder auf die Situation in der Schule vorbereitet, dann ist die Angst vor dem Versagen geringer. Die Stressgefahr ist minimiert und die Taferlklassler sind der neuen Aktualität und Situation besser gewachsen. Kommt man in die Lage, Situationen ohne Tadel beherrschen zu müssen, ist der Kopf nicht frei für die Aktualität.
Neues Wissen wird nicht aufgenommen und muss nachgelernt werden. Wer das nicht tut, hat Wissenslücken, die wiederum nur zu Stress, Versagensangst und schließlich zur Gleichgültigkeit gegenüber Bildung führen – ein Teufelskreis beginnt.

Psychosomatische Beschwerden sind typische Anzeichen für Schulangst. Die Beschwerden können von Bauch- und Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit und Erschöpfungszuständen bis hin zu Konzentrations- und Schlafstörungen reichen. Verändertes Verhalten der Kinder könnte ebenfalls darauf hindeuten, dass sie Angst vor der Schule haben. Aufmerksam sollte man werden, wenn Kinder beginnen, vor der Schule herumzutrödeln, Nägel zu kauen oder sich einzunässen. Viele Kinder entwickeln auch eine Art Vermeidungsverhalten.

Das kann damit beginnen, dass sie sich weigern, die Hausübung zu machen und bis zur totalen Verweigerung des Schulbesuchs führen. All diese Verhaltensweisen sind als Alarmsignale und Hilferufe zu verstehen, auf die Eltern und Lehrer schnellstmöglich reagieren sollten.

So gelingt die Schulzeit
Selbstwert des Kindes in anderen Bereichen stärken (Freunde, Freizeitaktivitäten). Mit Lehrern über Probleme sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Förderliche Lernumgebung schaffen. Kindern brauchen ausreichend Entspannung. Homöopathie oder Bachblüten können seelische Probleme oder Lernschwierigkeiten auf „sanfte“ Art mildern oder sogar beheben

Und noch ein Tipp
Geben Sie ihrem Kind das Gefühl, dass die Schule etwas Positives ist – auch wenn vielleicht Ihre Erfahrungen anders waren. Wünschen Sie ihm Spaß, Freude und Vergnügen, immerhin verbringt ihr Kind die Hälfte des Tages dort und sollte dabei Freude an der Bildung entwickeln.

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