Tea for two and more

Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt, bist du niedergeschlagen, wird Tee dich ermutigen.
Tsching Nung ( 2737-2697 v. Chr.)

Tee

Tee

China gilt natürlich als Ursprungsland des Tees. Schon vor 5000 Jahren wurde die wohltuende Wirkung des Teeblattes erkannt. 1610 importierten die Holländer als erste Europäer Tee nach Amsterdam, bis 1669 die Engländer über ihre „East India Company“ ins Teegeschäft einstiegen. Der Begriff „Tee“ stammt aus dem chinesischen „Tai“ und wurde von den Europäern übernommen.

Sorten und Produktion
Die grünen Blätter der Teepflanze werden von Hand gepflückt, wobei die jüngeren oberen Triebe besonders hochwertige Tees ergeben. Die geernteten Blätter werden zur Herstellung von schwarzem Tee fermentiert: Die Blätter werden gerollt und aufgebrochen, damit sich Luftsauerstoff mit den Zellsäften der Blätter verbinden kann. Dabei entstehen durch enzymatische Veränderungen unter anderem dunkel gefärbte Aromastoffe, die dem Tee seine charakteristische Farbe geben.

Die Gerbsäure im Tee bewirkt, dass das enthaltene Koffein (früher auch als Thein bezeichnet) nur nach und nach aufgenommen wird. Die belebende Wirkung setzt daher später als beim Kaffee ein, hält länger an und klingt langsam und gleichmäßig wieder ab. Kaffee enthält im Vergleich die 2-3fache Menge an Koffein.

Grüner Tee wird nur anders verarbeitet
Grüner Tee wird nicht, wie oft fälschlich angenommen, aus einer eigenen Teepflanze gewonnen, sondern unterscheidet sich lediglich durch eine differenzierte Weiterverarbeitung der geernteten Blätter. Sie werden kurz erhitzt, um so die Enzyme zu zerstören, die für den Fermentationsprozess verantwortlich sind. Die Umwandlung der Inhaltsstoffe wird somit unterbunden und die ursprüngliche natürliche Zusammensetzung bleibt erhalten.

Rotbuschtee
Der „Rooitee“ stammt aus Südafrika und wird aus einem teeähnlichen Gewächs dem Rotbusch gewonnen. Aus den Blättern dieses Strauches wird ein leichter, aromatischer Tee mit niedrigem Gerbstoffgehalt hergestellt. Rotbuschtee ist koffeinfrei.

Tee ist sehr gesund und schützt vor vielen Bakterien und Viren. Die antimikrobielle Wirkung geht in erster Linie auf die im Tee enthaltenen Catechine zurück. Vor allem grüner Tee ist reich an diesen Substanzen (17 - 30 %), aber auch schwarzer Tee kann eine gehörige Portion Catechine (10 %) vorweisen. Im Gegensatz zu früheren Annahmen unterstützt Tee ebenso wie andere Getränke die täglich empfohlene Flüssigkeitszufuhr.

„Sie saßen und tranken am Teetisch
und sprachen von Liebe viel;
die Herren , die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.“
Heinrich Heine

 

Tee-glich ein Genuss

Bis der Tee endlich in unserer Tasse landet und genossen werden kann, sind zahlreiche Arbeitsschritte nötig. Wie wird Tee eigentlich produziert  und was unterscheidet Schwarztee von Grüntee?

Tee gibt es in drei Hauptvarianten: Grüntee, Schwarztee und Oolong Tee. Der Unterschied zwischen diesen Teevarianten liegt in ihrer Verarbeitung. Grüntee wird aus kaum oxidierten Teeblättern hergestellt, Oolong Tee aus teilweise oxidierten Blättern und schwarzer Tee besteht aus vollständig oxidierten Blättern. Der Unterschied in der Produktion der verschiedenen Tees liegt also beim Oxidationsgrad. Das restliche Herstellungsverfahren ist bei allen Sorten gleich.

Die längere Oxidation gibt dem Schwarztee seine schwarz/dunkle Farbe. Schwarztee enthält in der Regel mehr Teein, hat einen stärkeren Geschmack und ist länger haltbar als seine Geschwister. Bis der Tee auf die Reise in die Geschäfte geht, durchläuft er 5 Schritte:

1. Welken: Nach der Ernte werden die Teeblätter zunächst an der Luft getrocknet.

2. Rollen: Nach dem Trocknen werden die Teeblätter in der Regel mit der Hand verarbeitet. Die Zellwände des Blattes werden aufgebrochen, wodurch ätherische Öle freigesetzt werden und der Zellsaft sich mit Sauerstoff verbindet – das typische Aroma entsteht.

3. Oxidation: Anschließend lässt man die Blätter unter bestimmten Temperaturen und Feuchtigkeit oxidieren. Das Maß an Oxidation bestimmt die Qualität des Endprodukts.

4. Trocknen: Die Blätter werden getrocknet, um den Oxidationsprozess abzuschließen. So werden die Inhaltsstoffe und der Geschmack konserviert.

5. Sortieren: Zuletzt werden die Blätter in verschiedene Qualitätsklassen eingeteilt. Abhängig von ihrer Größe, ob es ganze oder zerteilte Blätter sind usw.

Erst jetzt ist der Tee bereit für die Verpackung.

Die Größe macht die Qualität
Schwarztee wird üblicherweise in vier Qualitätsklassen eingestuft. Ganze Blätter sind die höchste Qualität. Gefolgt von gebrochenen Blättern, Blattkrümeln und Teeblattstaub. Ganze Blätter werden nahezu ohne weitere Verarbeitung verpackt und gelten als beste Qualität, vor allem dann, wenn Sie noch ihre Blattspitzen haben. Seinen Namen erhält der Schwarztee übrigens je nach seinem Anbaugebiet. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Assam (Bundesstaat im Nordosten Indiens), Ceylon (Sri Lanka) und Darjeeling (Stadt im Nordosten von Indien an den Ausläufern des Himalaya gelegen).

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