Angst

Jeder kennt das Gefühl von Angst. Sei es als Nervosität vor einer Prüfung oder Schmetterlinge im Bauch vorm ersten Rendezvous.

Sie gehört genauso zu unserem Gefühlsleben wie Freude, Trauer oder Zorn. Erich Kästner meinte sogar: "Wenn einer keine ANGST hat, hat er keine Phantasie!"

Sie gehört genauso zu unserem Gefühlsleben wie Freude, Trauer oder Zorn. Erich Kästner meinte sogar: "Wenn einer keine ANGST hat, hat er keine Phantasie!"

Angst hilft uns, in Gefahrensituationen richtig zu handeln, denn Angst schärft unsere Sinne durch einen plötzlichen Adrenalinschub und setzt Kraftreserven frei. So war es schon, als unsere Ur-ur-urahnen vor wilden Tieren flüchteten und sich in Bäume retteten.

In der PSYCHOLOGIE unterscheidet man zwischen Angst, Furcht und Ängstlichkeit. Angst ist ein diffuser Gefühlszustand, der auf eine komplexe Gefahrensituation gerichtet ist, z.B. die Angst des Prüflings, bei der Prüfung zu versagen. Im Gegensatz dazu ist Furcht eine konkrete Reaktion auf ein bestimmtes Objekt oder eine spezielle Situation. Klassisches Beispiel: Die Furcht des Briefträgers vor dem bellenden Hund. Ängstlichkeit ist im Gegensatz zu diesen zwei spontanen Gefühlen eine Eigenschaft, die dem Charakter eines Menschen zugeordnet wird.

Angst und Furcht sind normal und zu einem gewissen Grad auch nützlich, da sie uns vor vielen Gefahrensituationen fernhalten. Sie werden aber dort zum Problem, wo ein Großteil des Lebens von ihnen bestimmt wird weil die Reaktion auf das Objekt des Unbehagens übermäßig hoch ist.
PHOBIEN – man spricht in Fachkreisen auch von phobischen Störungen – sind rational unbegründete und anhaltende Ängste vor verschiedenen Situationen oder Gegenständen. Der Betroffene weiß sehr wohl, dass die Angst übertrieben ist, kann sich ihr jedoch nicht entziehen.

Nimmt Angst, welcher Art auch immer, einmal überhand, ist die natürliche Reaktion des Menschen, die gefürchtete Situation, den Ort oder den Gegenstand zu meiden. Da dies bei Angststörungen harmlose Dinge wie das Einkaufen oder das Straßenbahn-Fahren sein können, ziehen sich betroffene Menschen mehr und mehr vom gesellschaftlichen Leben zurück. Ein Teufelskreis, aus dem  es ohne professionelle Hilfe leider kaum ein Entrinnen gibt.

Es gibt verschiedene Therapieansätze, von denen sich die Kombination aus Gesprächs- und medikamentöser Therapie als besonders wirkungsvoll erwiesen hat. Bei der Gesprächstherapie wird in erster Linie durch Einzel- oder Gruppengespräche die Ursache des Problems erforscht und auf diesem Weg versucht diese aufzuarbeiten. Unterstützend werden bei schwerwiegenden Psychosen Psychopharmaka (beruhigende, Angst lösende Medikamente) verschrieben. Diese Arzneimittel sollen den Patienten in der Zeit zwischen den Gesprächstherapien unterstützen, seinen Alltag zu meistern. Da viele dieser Medikamente abhängig machen, sind sie streng rezeptpflichtig und dürfen daher ausschließlich vom Allgemeinmediziner  oder Facharzt verschrieben werden.

Bei kleineren Angstattacken kann man sich durch Beachtung einiger wertvoller Tipps auch selber helfen:

  • konzentrieren Sie sich auf Ihr Umfeld und auf das, was dort gerade geschieht, nicht darauf, was Ihnen Ihr Körper vermittelt!
  • verschlimmern Sie Ihre Angst nicht durch Angst erzeugende Gedanken!
  • atmen Sie ruhig und langsam!
  • erzählen Sie jemanden davon, was Sie gerade erlebt haben!
  • denken Sie immer daran, dass jedes Auftreten von Angst eine gute Gelegenheit ist, Fortschritte zu machen!

KLEINES LEXIKON DER PHOBIEN

Achluphobie...............Angst vor Dunkelheit
Arachnophobie...........Spinnen
Claustrophobie...........engen Räumen
Ergophobie.................Arbeit
Gamophobie...............Ehe, Heirat
Trypanophobie............Injektionen
Paraskavedekatriaphobie....Freitag, 13.
Panphobie..................vor Allem
 

Copyright © - Alle Rechte vorbehalten, Realisiert durch Kaindl Communications GmbH und plusminus design®