Antibiotika

Die 12 wichtigsten Fragen & Antworten:

Antibiotika

Antibiotika

1) Was unterscheidet Antibiotika von anderen Medikamenten?
Antibiotika stammen ursprünglich von Schimmelpilzen, die ihre bakteriellen Nahrungskonkurrenten bekämpfen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Medikamenten, die gegen akute Erkrankungen eingesetzt werden, dürfen sie nicht nach Verschwinden der Symptome gleich wieder abgesetzt werden.

2) Gegen welche Krankheiten helfen Antibiotika?
Es war vor allem das Penicillin, das ab den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts den gefürchteten Erregern von Cholera, Pest, Scharlach, Schwindsucht (Tbc), Geschlechtskrankheiten, Diphtherie und Lungenentzündung viel von ihrem Schrecken nahm. Dass die Eindämmung fast aller Seuchen vor allem auf den Einsatz von Antibiotika zurückzuführen ist, ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Denn ungefähr zur gleichen Zeit erkannte man, dass vor allem schlechte hygienische Bedingungen zu  Seuchen und Epidemien führten. Und so konnte das Seuchenproblem von zwei Seiten erfolgreich bewältigt werden. Heute sind Antibiotika aus der Medizin nicht mehr  wegzudenken und hohe hygienische Standards haben sich überall durchgesetzt.

3) Wirken Antibiotika gegen Grippe und Erkältungen?
Gegen Viren und damit Grippe und Erkältungen sind Antibiotika machtlos. Sie sind nur dann sinnvoll, wenn sich eine bakterielle Infektion (Angina, Nebenhöhlenentzündung usw.) dazugesellt, was durch die Schwächung des Immunsystems nicht selten der Fall ist.

4) Muss jede bakterielle Entzündung mit einem Antibiotikum behandelt werden?
Häufig kann sich der Körper ganz gut selbst helfen. So müssen nicht gleich jede leichte Blasenentzündung (Preiselbeerextrakt!) und jeder Husten (Pelargonienwurzelextrakt!) mit einem Antibiotikum behandelt werden. Man sollte mit dem Arzt besprechen, ob noch ein wenig zugewartet werden kann.

5) Was muss ich bei der Einnahme eines Antibiotikums beachten?
Halten Sie sich an die Dosieranweisungen des Arztes und brechen Sie die Therapie NICHT vorzeitig ab. Laut einer Umfrage setzen mehr als 50 % der Patienten ihr Antibiotikum ab, sobald die Beschwerden verschwinden. Dadurch besteht die Gefahr, dass einige Erreger überleben und die Krankheit wieder ausbricht und/oder die  Bakterien aus diesem Erlebnis gelernt haben und das Antibiotikum beim nächsten Mal nicht mehr wirkt.

6) Welche Neben- und Wechselwirkungen gibt es?
Antibiotika schaden nicht nur krankmachenden Keimen, sondern auch den wichtigen Bakterien im Darm und anderen Schleimhäuten. Durch Schädigung der Darmflora kommt es häufig zu Durchfällen. Wenn bei Frauen das Scheidenmilieu zerstört ist, kann es zu Ausfluss oder Pilzinfektionen kommen. Manche Antibiotika (z.B. Tetrazykline) dürfen nicht mit Milch eingenommen werden – auch nicht mit Vitaminoder Mineralstoffpräparaten. Manchmal treten auch Ausschläge bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auf.

7) Kann man unerwünschten Nebenwirkungen vorbeugen?
Die einfachste Durchfallprophylaxe ist Joghurt. Wir bieten Ihnen auch eine Reihe von Bakterienkulturen an, die die Darmoder Scheidenflora sanieren können.

8) Kann ich bei einer neuerlichen Erkrankung das Präparat vom letzten Mal wiederverwenden?
Da man als Laie nicht abschätzen kann, um welchen Erreger es sich handelt, ist diese Vorgangsweise nicht sinnvoll.

9) Haben Antibiotika Auswirkungen auf die Empfängnisverhütung?
Die Gefahr, dass ein Antibiotikum die Wirkung der Antibabypille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel (Vaginalring, Hormonstäbchen usw.) beeinträchtigt, ist relativ groß. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber!

10) Sind Antibiotika gut für Kinder?
Eine Gratwanderung für den Kinderarzt: Einerseits können die Kleinen ihre Beschwerden noch nicht beschreiben, andererseits ist gerade in diesem Alter die Gefahr der unerwünschten Nebenwirkungen relativ groß. Erbrechen oder Durchfall können sehr schnell zur Austrocknung führen. Im Kindergartenalter häufen sich die Erkrankungen und kaum ist eine abgeklungen, beginnt schon die nächste – hier empfiehlt sich die Konsultation eines Homöopathen. Fieber allein ist auf keinen Fall eine Begründung für die Einnahme eines Antibiotikums!

11) Darf man Antibiotika in der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen?
Hier ist größte Vorsicht geboten – ohne Gespräch mit Ihrem Arzt darf kein Antibiotikum eingenommen werden!

12) Gibt es pflanzliche Alternativen?
Manche Pflanzen (Pelargonie, Sonnenhut, Knoblauch u.a.) wirken keimtötend. Besonders Pelargonienextrakt (Umckaloabo®) ist eine echte Alternative, der die körpereigenen Abwehrzellen stimuliert und verhindert, dass sich Bakterien an den Schleimhautzellen anheften können. Zusätzlich löst er den Schleim – also ideal für die akute Bronchitis. Preiselbeersaft – oder Tabletten können gegen häufig wiederkehrende Blasenentzündungen eingesetzt werden. Propolis, die Abdichtmasse der Bienen, um ihre Stöcke gegen Bakterien, Pilze usw. zu schützen, hilft auch den Menschen hervorragend bei verschieden Beschwerden der oberen Atemwege. Teebaumöl eignet sich wegen seiner entzündungshemmenden und keimtötenden Wirkung besonders zur äußerlichen Anwendung.

Copyright © - Alle Rechte vorbehalten, Realisiert durch Kaindl Communications GmbH und plusminus design®