Noroviren, Salmonellen und andere Auslöser von Durchfallserkrankungen

Am schnellsten äußert sich eine Staphylokokkenintoxikation

Die Ursachen für ernährungsbedingte Durchfallserkrankungen sind vielfältig: Infektionen des Darms durch Viren, Bakterien oder Einzeller, eine Schädigung der Darmzellen durch Gifte (Toxine), die von den Erregern gebildet werden, können sich durch Durchfall äußern.

Die Ursachen für ernährungsbedingte Durchfallserkrankungen sind vielfältig: Infektionen des Darms durch Viren, Bakterien oder Einzeller, eine Schädigung der Darmzellen durch Gifte (Toxine), die von den Erregern gebildet werden, können sich durch Durchfall äußern.

Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien in verdorbenen Lebensmitteln oder durch deren Gifte: Insgesamt können etwa 20 Bakterien eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen. Zu den häufigsten gehören Staphylokokken, Campylobacter und Salmonellen.

  • Salmonellen (Salmonella enteritidis) und andere Bakterien wie E. coli, Shigellen, Campylobacter jejuni, Yersinien führen nach etwa 8 bis 48 Stunden zu Durchfällen, Leibschmerzen, Fieber und Erbrechen, die über einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen anhalten können.
  • Sind Clostridium botulinum-Bakterien beteiligt (Botulismus), können Sehstörungen und Schluckbeschwerden auftreten; unbehandelt führt das Nervengift zum Atemstillstand.
  • Am schnellsten äußert sich eine Lebensmittelvergiftung durch Staphylokokken. Hier können bereits nach zwei bis sechs Stunden explosionsartige Durchfälle und Erbrechen auftreten.

Staphylokokken sind für etwa fünf Prozent aller lebensmittelbedingten Erkrankungen verantwortlich und somit die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen. 15 bis 40 Prozent der Erwachsenen sind Träger dieser Bakterien. Sie leben im Nasen- und Rachenraum des Menschen oder in eitrigen Wunden und können durch Husten, Niesen oder über die Hände auf Lebensmittel gelangen.

Die Gifte der Staphylokokken verursachen innerhalb weniger Stunden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe. Staphylokokken vermehren sich besonders gut in Fleisch und Fleischprodukten, Geflügel, Milch, Käse, Soßen und Puddings, die nicht oder ungenügend gekühlt werden. Die Gifte der Staphylokokken können auch durch Erhitzen nicht zerstört werden. Nur das Vermeiden von Hygienefehlern in Lebensmittelbetrieb und Küche kann die Verbreitung einer Staphylokokkenintoxikation verhindern.

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