FSME - Schutzimpfung

FSME - Schutzimpfung

FSME - Schutzimpfung

Zecken sind Parasiten, die für uns Menschen sehr gefährlich werden können. Sie lauern ihren Opfern vorzugsweise in Wäldern, Gärten und Parks auf. Wer von einem Zeck „gestochen“ wird, läuft Gefahr, an Gehirnentzündung zu erkranken. Mit der Zeckenschutzimpfung kann einfach und kostengünstig vorgebeugt werden.

Impfschema für Erwachsene und Kinder
Bei Personen unter 60 Jahren ist nach der vollständigen Grundimmunisierung und der ersten Auffrischungsimpfung nach drei Jahren das weitere Auffrischungsintervall auf fünf Jahre zu verlängern. Ab dem 60. Lebensjahr wird weiterhin ein dreijähriges Auffrischungsintervall aufgrund der im Alter verminderten Immunantwort empfohlen.

Wenn Kleinkinder mit der FSME-Impfung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr starten, ist in Zukunft ein leicht merkbares Impfschema gegeben:
Start der Grundimmunisierung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr (1. und 2. Teilimpfung), wobei die 3. Teilimpfung ab dem vollendeten 2. Lebensjahr verabreicht wird.

1. Auffrischungsimpfung nach 3 Jahren = ab dem vollendeten 5. Lebensjahr
weitere Auffrischungsimpfungen im 5-Jahresintervall mit 10, 15, 20 usw. Jahren bis zum 60. Lebensjahr.

Wenn seit der letzten Impfung mehr als 8 Jahre vergangen sind, wird eine Impfung und vier Wochen danach eine Titerbestimmung empfohlen. Nach Feststellung des Titers wird vom Arzt entschieden, ob wieder mit einer Grundimmunisierung gestartet werden muss, oder ob die Auffrischungsimpfungen im empfohlenen 5-Jahres-Intervall ausreichenden Schutz gewährleisten.

Die passive Impfung von Ungeimpften mit »FSME-Immunglobulin human«, die nach einem Zeckenstich angewendet wurde, ist seit heuer nicht mehr möglich. Nach einem Zeckenstich sollte bei Ungeimpften erst nach Abwarten der Inkubationszeit der Erkrankung (zirka 4 Wochen) mit der aktiven Impfung begonnen werden. Bei teilweise Geimpften ist ein für den Einzelfall angepasstes Vorgehen möglich, worüber der zuständige Arzt zu entscheiden hat.

FSME-Immun 0,25 ml Junior bis zum 16. Lebensjahr
Derzeit sind in Österreich Impfstoffe von zwei Firmen jeweils für Kinder und für Erwachsene verfügbar. Die Zulassung für den Kinderimpfstoff FSME-Immun 0,25 ml Junior der Firma Baxter wurde von der Zulassungsbehörde erweitert, d.h. dass dieser Impfstoff statt bis zum vollendeten 12. Lebensjahr bis zum vollendeten 16. Lebensjahr angewendet werden kann. Grundlagen dieser neuen Altersgrenze sind klinische Studien, durchgeführt an jeweils 639 Probanden in der Altersgruppe von 1 bis 5 Jahren und 6 bis 15 Jahren. Die Ergebnisse beweisen eine ausreichend hohe Immunogenität und sicheren Schutz mit einem Antigengehalt von 1,2 µg/0,25 ml bis zum vollendeten 16. Lebensjahr. Der Erwachsenen-Impfstoff FSME-Immun 0,5 ml ist unverändert nun ab dem vollendeten 16. Lebensjahr anzuwenden. Die Impfung ist der einzige Schutz gegen die schwere „Zeckenkrankheit“ FSME.

Jeder sollte sich impfen lassen
Auf Grund der starken Vermehrung der Zecken sollte jeder in Österreich geschützt sein. „Wir bieten den FSME-Impfstoff gerne vergünstigt an, weil wir wollen, dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen“, sagt Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Der erste FSME-Impfstoff gegen die „Zeckenkrankheit“ wurde in Österreich entwickelt und im Jahre 1976 auf den Markt gebracht. Durch die hohe Durchimpfungsrate in Österreich hält sich die Zahl der Neuinfektionen in Grenzen. Allerdings besteht dadurch die Gefahr, dass diese Erkrankung nicht mehr so ernst genommen wird.

FSME wird durch Viren übertragen und greift das Zentralnervensystem (ZNS) an. Folgen sind: Grippeartige Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfweh und im schlimmsten Fall eine Entzündung der Gehirnhaut und des Gehirns sowie des Rückenmarks. Für zwei Prozent der Erkrankten verläuft die Krankheit tödlich. Nur die Impfung schützt davor.

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