Die 4 Hauptfaktoren für Herzprobleme

Es gibt kaum eine größere therapeutische Vielfalt als zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen und dennoch ist die Wissenschaft ständig auf der Suche, um der Todesursache Nummer 1 weiter auf den Pelz zu rücken.

Herzprobleme

Herzprobleme

Bluthochdruck (Hypertonie)
1,5 Millionen Österreicher leiden an Bluthochdruck. Ein optimaler Blutdruck liegt bei oder unter 120/80. Alles über 140/90 bedeutet, dass eine manifeste Hypertonie vorliegt. Der Blutdruck unterliegt allerdings starken Tagesschwankungen, deshalb sind Einzelmessungen schlecht geeignet eine Hypertonie festzustellen. Optimal ist eine regelmäßige Kontrolle in gewohnter Umgebung. Zur Behandlung steht ein ganzes Arsenal von Medikamenten zur Verfügung. Das ideale blutdrucksenkende Mittel, das auch die Verminderung oder gar Rückbildung an Endorganschäden bewirkt, ist jedoch noch nicht gefunden. Auch neueste Entwicklungen orientieren sich an den bisher bewährten Arzneimitteln und zeigen keine erkennbaren weiteren Vorteile. Änderungen des Lebensstils (Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme, Bewegung, Raucherentwöhnung, usw.) kann bei einer bestehenden Erkrankung die Therapie unterstützen, nicht jedoch ersetzen. Pflanzliche Alternativen zur Unterstützung einer Herz-Kreislauftherapie oder zur Vorbeugung sind z.B. Weißdorn sowie Knoblauch oder  auch Mistelextrakte.

Erhöhte Blutfette (Hyperlipidämie)
Fast jeder zweite Österreicher hat erhöhte Blutfettwerte. In den allermeisten Fällen liegt die Ursache am Mangel an Bewegung und an einer Fehlernährung. Cholesterin und andere Blutfette sind lebensnotwendig, z.B. als wichtiger Bestandteil aller Zellmembranen oder zum Aufbau der Gallensäuren. Zuviel davon führt allerdings zu Folgeschäden  wie Artheriosklerose, die bis zum Verschluss der Gefäße und als Folge zum Infarkt führen können. Auch hier lassen sich viele Risikofaktoren durch eine Lebensstiländerung vermeiden. Liegt jedoch ein permanent erhöhter Wert vor, sollte man aus gesundheitlichen Gründen eine medikamentöse Therapie nicht scheuen. Die bewährtesten Präparate sind die so genannten Statine, die die körpereigene Cholesterinbildung hemmen (senken vor allem das schlechte LDL-Cholesterin) und welche vielfach klinisch geprüft eine deutlich lebensverlängernde Wirkung besitzen. Von Nikotinsäurepräparaten, die in jüngster Zeit in den Medien oft erwähnt werden, ist aufgrund der hohen Nebenwirkungen eher abzuraten. Neue Wirkstoffe, die ähnlich der Nikotinsäure vor allem das gute HDL-Cholesterin anheben, aber besser verträglich sind, befinden sich noch in der klinischen Testphase. Es gibt auch alternativmedizinische Präparate wie Sojalecithin, Hibiskusblüten oder Resveratrol, enthalten in Traubenschalen, Heidel- oder Preiselbeeren, die in einer entsprechend hohen Dosierung über eine ähnlich gute Wirkung wie pharmazeutische Arzneimittel verfügen. Die herzschützende Wirkung grünen Tees ist ebenso bekannt wie jene von Rotwein, natürlich in Maßen genossen.

Übergewicht (Adipositas)
Die Adipositas könnte eines der größten Probleme der Weltgesundheit werden. Auch in Österreich ist die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig, ca. 11 % sind schwer übergewichtig. Folgeerkrankungen sind z.B. Herzschäden, Diabetes und Hypertonie, aber auch das Risiko an Krebs, Arthrose und einigen anderen Leiden zu erkranken, wird deutlich erhöht.
Die derzeitigen medikamentösen Therapiemöglichkeiten sind sehr beschränkt. Neben einigen seriösen Präparaten gibt es eine Vielzahl an Produkten, die einem das Blaue vom Himmel versprechen. Interdisziplinäre Maßnahmen, das heißt Diät und Bewegung im Rahmen einer Änderung des Lebensstils, bringen zu allermeist den besten Erfolg. Hierzu gibt es auch Selbsthilfegruppen, die einem dabei unterstützen.

Kurz vor der Markteinführung befindet sich allerdings ein interessanter Wirkstoff namens Rimonabant, welcher mittels eines neuen Wirkprinzips einen deutlich besseren Erfolg zeigen soll als alles bisher am Arzneimittelmarkt befindliche. Noch dazu soll dieser Wirkstoff bei der Raucherentwöhnung Vorteile bringen. Insider prognostizieren diesem Wirkstoff ein hohes Marktpotential.

Erhöhter Blutzucker (Diabetes)
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutzuckerwert bemerkbar macht. Die Ursachen sind vielfältig, häufig ist ein Diabetes aber selbst erworben. Mögliche Spätfolgen sind z.B. Herzinfarkt, Erblindung, chronische Nierenerkrankung, Amputationen. Der selbst erworbene Typ II Diabetes lässt sich durch Diät und Bewegungstherapie in 20 bis 30 % aller Fälle in den Griff bekommen. Ansonsten stehen eine Reihe von hochwirksamen oralen Antidiabetika sowie verschiedene Insuline zur subkutanen Applikation bereit. Voraussichtlich noch heuer wird ein Insulin zur Inhalation auf den Markt kommen. Pflanzliche Alternativen sind die Einnahme von Bittermelonenextrakten als Tee oder in Kapselform, aber auch Zimt.

Kommen sie gut in Bewegung!
In der Herz-Kreislauftherapie gibt es laufend neue Errungenschaften. Nutzen Sie nichts desto trotz das Frühlingserwachen und beugen Sie vor oder unterstützen Sie Ihre medikamentöse Therapie, in dem Sie mit einer positiven Lebenseinstellung, bewusster Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft das Herz stärken und den Kreislauf in Schwung bringen.

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