Kleine Wunden schnell versorgt

Verbandmull, Pflaster und Heilsalbe – wer das Rüstzeug für die erste Hilfe zur Hand hat, muss nicht wegen jedem Kratzer gleich zum Arzt. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Versorgung von kleinen Wunden achten sollten.

Kleine Wunden schnell versorgt

Kleine Wunden schnell versorgt

Einmal kurz abgelenkt – und schon ist es passiert: Sie schneiden statt ins Gemüse in den Finger, schürfen sich im Garten das Knie auf oder kommen beim Bügeln dem heißen Eisen zu nahe. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. 

Da ist es beruhigend zu wissen, dass die Hausapotheke gut sortiert ist und man mit dem blutenden Finger oder Hautabschürfungen nicht lange nach Desinfektionsspray, Mullkompresse oder Pflaster suchen muss. Ist das auch bei Ihnen so? 

Mit der richtigen ersten Hilfe heilen diese kleinen Wunden schnell – sollten Sie unsicher sein, fragen Sie bitte Ihren Arzt.

Schürfwunden
Sind meistens mit Sand oder Erde verunreinigt und sollten gereinigt und desinfiziert werden. Sprühen Sie Desinfektionsspray auf die Wunde, um Keime abzutöten. Reinigen Sie die Wunde möglichst unter fließendem Wasser und sprühen Sie nochmals Desinfektionsspray auf. Bei Schürfwunden ist die Haut nur oberflächich verletzt. Hat sich die Wunde geschlossen, können Wundsalben mit Dexpanthenol (Bepanthen), Kamille oder Hamamelis (Hametum) das Abheilen beschleunigen und Narben vorbeugen.

Wer keinen Tetanus-Impfschutz hat (ist 10 Jahre wirksam), muss zum Arzt. Eine Wunddesinfektion reicht NICHT aus, um die in der Erde vorkommenden Tetanusbakterien abzutöten!

Schnittwunden
Sollten nach der Desinfektion mit einem Wundschnellverband versorgt werden, um die Wunde vor mechanischen Reizen zu schützen. Klaffende, stark blutende, tiefe Wunden müssen vom Arzt behandelt werden – er muss entscheiden ob eine Naht die Wundheilung verbessert und das Infektionsrisiko verkleinert. So kann auch eine hässliche Narbenbildung verhindert werden!

Für Schnitte an den Fingerkuppen, die wegen der guten Durchblutung oft stark bluten, gibt es spezielle Pflaster, die auch am Gelenk oder den Fingerspitzen gut haften.

Brandwunden
Egal ob durch Feuer, heißes Wasser oder Öl – sie müssen sofort unter fließendes, kaltes Wasser gehalten werden bis der Schmerz aufhört; das kann bis zu 20 Minuten dauern. Nur kleinere Verbrennungen ersten Grades (Rötungen ohne Blasen), zum Beispiel am Dekolleté, können mit Kältekompressen behandelt werden. Dann hilft auch ein Brandgel den Schmerz schneller zu vergessen. Öffnen Sie niemals die Brandblasen – sie sind ein guter Schutz vor Infektionen. Größere Verbrennungen oder Blasen muss der Arzt behandeln

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