Mittwoch, 21. Februar 2018

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Für Diabetiker besonders wichtig: Fußpflege

Die Beine und Füße sind bei Diabetikern besonders von Spätschäden bedroht.

Fußpflege nicht vergessen

Fußpflege nicht vergessen

Hohe Blutzuckerwerte führen über einen längeren Zeitraum zu einer diabetischen Nervenerkrankung (Neuropathie). Sie ist verbunden mit herabgesetztem oder gar fehlendem Schmerz- und Temperaturempfinden und auch meist einer sehr trockenen, dünnen und schuppigen Haut.

Eine weitere Folge des Diabetes sind Durchblutungsstörungen (Angiopathie). Beide Erkrankungen stellen zusammen eine große Gefahr für oft unbemerkte Verletzungen und Infektionen an den Füßen dar.

Die Folgen können schwerwiegend sein: Wunden heilen verzögert, das Gewebe kann absterben und im schlimmsten Fall muss der betroffene Fuß amputiert werden. Bei Diabetes ist der Fußpflege daher großes Augenmerk zu schenken.

Die richtige Fußpflege
Fußpflege ist bei Diabetikern mehr als nur "Pflege" im kosmetischen Sinn. Es sollte bei der Durchführung doppelt soviel Zeit aufgewendet werden als für die Gesichtsreinigung. Die tägliche Reinigung kann mit einem kurzen, kühlen Bad (30 bis 35°) beginnen. ACHTUNG: Eine Temperaturkontrolle ist unbedingt notwendig (Verbrennungsgefahr!). Für die empfindliche Haut sollen nur seifenfreie Waschlotionen mit rückfettenden Bestandteilen verwendet werden. Alkalische Seifen verquellen die Haut und sind "Gift" für Diabetiker.

Trocknen Sie Ihre Haut nach dem Baden sorgfältig ab, besonders zwischen den Zehen, denn im feuchten Milieu können sich Pilzsporen einnisten. Zur Durchführung der Fuß- und der Nagelpflege dürfen keine scharfen Werkzeuge wie Hobel oder Scheren verwendet werden. Die Gefahr der Verletzung ist zu groß. Zehennägel werden gerade abgefeilt und nur am Nagelrand leicht abgerundet.

Haut geschmeidig halten
Der Diabetiker neigt zu vermehrter Schrunden und Hornhautbildung. Zur Hornhautentfernung kann ein Bimsstein, eine Hornhautfeile oder auch Schwielensalbe verwendet  werden. Ist die Haut immer noch trocken und spröde und "schreit" nach Fett, sollten Sie Pflegesalben auftragen, die Mangelzustände der Haut beheben können, die Feuchtigkeit der Haut festhalten und sie so geschmeidig und glatt machen. Die Zehenzwischenräume sind auszusparen.

Fußkontrolle
Kontrollieren Sie täglich Ihre Füße auf Verletzungen, Entzündungen, Verfärbungen und Druckstellen (eventuell mit Hilfe eines Spiegels unter dem Fuß). Gehen Sie sofort zum Arzt, falls Sie solche Veränderungen entdecken. Veränderungen an den Füßen sollen möglichst früh erkannt und behandelt werden.

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