Erste Hilfe bei Quallenkontakt

Quallen sehen sehr schön aus, wenn sie schwerelos durch das Wasser gleiten. Doch kommen Sie diesem eleganten Treiben auf keinen Fall zu nahe, denn Quallen können für den Menschen gefährlich werden.

Wobei es zu unterscheiden gilt zwischen den Arten, die im Mittelmeer anzutreffen sind und jenen die in den tropischen Gewässern vorkommen.

Wobei es zu unterscheiden gilt zwischen den Arten, die im Mittelmeer anzutreffen sind und jenen die in den tropischen Gewässern vorkommen.

Im Mittelmeer sind die meisten Quallen relativ harmlos. Bei Kontakt mit Quallen aus dieser Region kommt es in erster Linie zu juckenden Hautrötungen sowie brennenden Blasenbildungen, in seltenen Fällen zu Atembeschwerden, Brechreiz oder Kreislaufkollaps. Beim Kontakt mit den in den Küstengewässern Australiens und den Philippinen vorkommenden Feuerquallen kommt es zu Hautschäden, im schlimmsten Fall jedoch zu allergischen Reaktionen mit Todesfolge.

Denn auf den Tentakeln und Armen der Quallen sitzen Tausende so genannter Nesselkapseln, die das Nesselgift enthalten. Die Kapseln werden dem Opfer entgegengeschleudert, diese bohren sich dann wie ein Pfeil mit Widerhaken in die Haut ein und entleeren das Gift, welches die Beute lähmt. Selbst abgerissene Tentakelstücke und tote Quallen nesseln noch.

Tipps und Sofortmaßnahmen:

  • Vorbeugen ist besser als heilen! Um kein Risiko einzugehen sollte man ein Quallenschutzmittel aus der Apotheke sorgfältig auftragen, bevor man in das Wasser geht. Dadurch kann das Gift der Tentakeln nicht mehr in die Haut eindringen.
  • Quallen tauchen vermehrt stets in den heißen Sommermonaten bei hohen Wassertemperaturen vor den Küsten auf und werden mit der Strömung an den Strand gespült. Rote Fahnen am Strand signalisieren ein vermehrtes Auftreten von Quallen im Wasser. In diesem Fall ist das Wasser zu meiden.
  • Auch herumtreibende Tentakeln und abgestorbene Quallen nicht anfassen.
  • Bei Berührung mit einer Qualle umgehend das Wasser verlassen.Sind Tentakelreste auf der Haut zurückgeblieben, diese auf keinen Fall mit bloßen Händen entfernen (erneute Freisetzung von Gift), sondern mit einem geeigneten Gegenstand abkratzen oder abzuschütteln versuchen.
  • Die Wunde mit reichlich Essigwasser spülen und eine halbe Stunde einwirken lassen, danach mit Salzwasser spülen und erneut Essig für 20-30 Minuten einwirken lassen. Man kann die Wunde auch mit Sand bestreuen, trocknen lassen und anschließend mit einem scharfen Gegenstand vorsichtig abschaben. Gegebenenfalls die Wunde mit Salzwasser spülen. Eisbeutel kühlen die Wunde und lindern den Schmerz.
    Hinweis: niemals mit Alkohol oder Süßwasser spülen.
  • Sobald die Verletzung provisorisch versorgt ist, einen Arzt oder eine Erste-Hilfe-Station aufsuchen. Dies gilt vor allem für Kinder, ältere Menschen und Allergiker.

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