Thrombose: Unterschätzte Gefahr!

Nicht nur lange Flugreisen sind ein Risikofaktor.
Lassen Sie abklären, ob Sie gefährdet sind.

Thrombose: Unterschätzte Gefahr!

Thrombose: Unterschätzte Gefahr!

Was haben ein Gipsfuß und eine Flugreise gemeinsam? Thrombosegefahr durch Mangel an Bewegung! Es gibt eine Risikogruppe, die diese Gefahr nicht unterschätzen sollte.

Was ist eine Thrombose?
Das Blut fließt in einem geschlossenen System, Gott sei Dank! Dass dieses System nicht immer dicht ist, haben wir schon schmerzlich erfahren. Ein Leck in der Gefäßwand verkleben vorerst Thrombozyten, anschließend vollendet das Gerinnungssystem durch einen festen Fibrinfilz den stabilen Verschluss. Eine nicht seltene, übereifrige Gerinnselbildung führt zu Pfropfen (Thromben), die schließlich einen Verschluss von größeren Gefäßen verursachen können. Der Blutstrom blockiert und stockt – die Thrombose ist perfekt.

Wie merkt man eine Thrombose?
Bei der sogenannten tiefen Beinvenenthrombose sind Wade und/oder Schenkel geschwollen und sie schmerzen. Die Haut kann bläulich oder rötlich verfärbt sein. Manchmal kann man mit der Hand auf der Rückseite des Unterschenkels einen harten Strang in der Tiefe spüren. Der entstandene Blutpfropf kann ganz oder teilweise aus der Beinvene mit dem Blutstrom in größere Venen gelangen: Zunächst in die Beckenvene, bis er schließlich zum Herzen und weiter in die Lungenarterie gelangen kann. Ist der Blutstrom in den Lungengefäßen gestört, besteht höchste Lebensgefahr, da die nötige Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigt ist. Diese Lungenembolie ist das größte Risiko in der Folge von tiefen Venenthrombosen. Deshalb sollte sofort bei Auftreten der geschilderten Symptome am Bein ein Arzt aufgesucht werden!

Wer ist gefährdet?
Es gibt Risikopatienten und Situationen, die ein Risiko bedeuten. Sie können Ihr Risikopotential selbst problemlos testen. Auf der Website www.thrombose.co.at finden Sie einen Selbsttest. Sie können diesen Test natürlich auch gerne bei uns in der Apotheke machen. Es sind 17 Fragen mit Ja/Nein zu beantworten. Soviel sei verraten, Krampfadern, Pille, Übergewicht oder hohes Lebensalter verstärken die Gefahr. Situationen, die zu einem Thromboserisiko führen, sind:

  • größere Verletzungen
  • Operationen und/oder
  • Bewegungsmangel (z.B. Gipsverband, Flugreisen).

All diese Faktoren bewirken eine Zunahme der Gerindas natürliche Ausmaß hinaus. Das Blut beginnt zu stocken und bildet Pfropfen, die ein Blutgefäß ganz oder teilweise verschließen. Die meisten Venenthrombosen betreffen Beine und Becken.

Risiko Flugreisen
Eine immer häufiger auftretende Komplikation nach langen Reisen ist die sogenannte Reisethrombose (das economy class syndrom). Der wesentliche Mechanismus, der hier eine Rolle spielt – und zwar sowohl im Flugzeug, als auch im Auto, Autobus oder Reisezug – ist das lange Sitzen mit abgewinkelten Beinen. Oftmals ist die gefährliche Lungenembolie das erste Symptom beim Auftreten der Thrombose. Das heißt, dass der Betroffene erst sehr spät einen Verschluss im Blutgefäßsystem merkt.

Kann man vorbeugen?

  • Ja, durch viel körperliche Bewegung. Auchwährend der Flugreise ist es ratsam, Bewegungsübungenzu machen, z.B. Fußwippen, isometrische Übungen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Zurückhaltung bei Alkohol) ist sinnvoll. Bei Autofahrten sollten wiederholt Pausen eingelegt und einige Schritte gegangen werden. 
  • Ja, durch diverse mechanische Methoden, wie etwa Kompressionsstrümpfe oder Stützstrumpfhosen. Es gibt auch für Männer modische Kompressionsstrümpfe.  
  • Ja, durch vorbeugende Gabe von Heparin (z.B. Fragmin) durch eine Selbstinjektion. Unter  www.thrombose.co.at können Sie die Anwendung der Selbstinjektion in einem Flash-Film sehen. Auch das zeigen wir Ihnen gerne in der Apotheke. Vor allem wenn Sie beim Thrombosetest ein erhöhtes Risiko aufweisen, sollten Sie vor Antritt einer längeren Reise Ihren Arzt aufsuchen und ihn auf Ihr erhöhtes Thromboserisiko hinweisen.

Vorteile eines Heparins?

  • es wird nur einmal täglich verabreicht.
  • es stellt in der Regel keine hohe Belastung dar.
  • Sie müssen nicht im Krankenhaus bleiben, bis die Thrombosegefahr beseitigt ist und auch nicht täglich Ihren Hausarzt oder eine Krankenhausambulanz aufsuchen.
  • Ihre Bewegungsmöglichkeit bleibt erhalten und beugt ebenfalls der Thrombosegefahr vor.

Oft werden für Flugreisen Schlafmittel verlangt. Davon sollten aber vor allem Risikopatienten Abstand nehmen.

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