Urlaubsbekanntschaften

Endlich Urlaub: Achten Sie darauf, dass Sie auch gesund wieder heimkommen!

Urlaubsbekanntschaften

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Sommer, Sonne, ein unbändiges Gefühl der Freiheit und vielleicht auch etwas Alkohol – daraus wird oft ein Urlaubsflirt, manchmal jedoch auch mehr. Ungeschützter Sex ist aber mitunter lebensgefährlich. Neben der hinlänglich bekannten Ansteckungsgefahren mit dem lebensbedrohlichen AIDS-Virus oder der Hepatitis gibt es weitere ernste Krankheiten, die durch sorglose sexuelle Kontakte übertragen werden.

Gonokokken sind Bakterien, die die Geschlechtskrankheit Gonorrhö (Tripper) auslösen. Mit 62 Millionen Neuerkrankungen im Jahr ist dies die häufigste Infektionserkrankung weltweit. Typische Symptome bei Männern und Frauen sind schleimiger Ausfluss aus der Harnröhre oder Scheide und brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Das Tückische daran: die Hälfte der infizierten Frauen und zehn Prozent der Männer bemerken die Infektion am Anfang nicht. Unbehandelter Tripper verursacht bei beiden Geschlechtern schwere Entzündungen und Unfruchtbarkeit.

Nicht unterschätzen dürfen vor allem junge Frauen sexuell übertragbare Chlamydien-Infektionen. Je nach Altersgruppe sind bis zu 10 % der Bevölkerung infiziert. Die Inkubationszeit, d.h. die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, beträgt ungefähr ein bis drei Wochen. Menschen, die an Gonorrhö leiden, sind oft gleichzeitig mit Chlamydien infiziert. Auch bei chronisch Kranken, deren Immunsystem geschwächt ist, kommt es häufiger zu Infektionen. Als Risikogruppe gelten Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern.

Infizieren können sich Frauen und Männer. Folgen einer Ansteckung bei Frauen sind zunächst Entzündungen des Gebärmutterhalses und seltener der Harnröhre. Die Erreger können “aufsteigen” und zu akuten Entzündungen der Gebär- mutter, der Eileiter und Eierstöcke führen. Die Beschwerden sind oft sehr unspezifisch, so dass viele Frauen eine Infektion nicht bemerken und diese chronisch werden kann. Eine unerkannte Infektion führt zu schweren Schäden an Eileitern und daher zu Komplikationen bei späteren Schwangerschaften. Rund die Hälfte der Infektionen führt zu Sterilität! Der frühzeitigen Diagnose kommt eine große Bedeutung zu, moderne Labortests helfen, Chlamydien-Infektionen schnell zu erkennen.

Als Schreckgespenst der Vergangenheit sehen viele die Syphilis. Aber sie ist leider wieder im Vormarsch, nachdem sie in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts fast als ausgestorben galt. Unbehandelt führt diese Krankheit sehr häufig zum Tod. Schon die alten Griechen starben jung, jeder zehnte erlag der “Lustseuche” Syphilis. Diese korkenzieherförmigen Mikroben, auch Spirochäten, Schrauben-Bakterien oder Drehfäden genannt, wurden 1905 erstmals unter dem Mikroskop gesichtet. Treponema pallidum, die blasse Schraubenmikrobe, ist der Erreger der Syphilis.

Diese Krankheit hat im Mittelalter ganze Regionen entvölkert, die lustvolle Kultur der öffentlichen Badehäuser zerstört, Kriege entschieden, Millionen Namenlose und viele Prominente weit vor der Zeit das Leben gekostet. Friedrich Nietzsche, Heinrich Heine, E.T.A. Hoffmann, Franz Schubert und König Ludwig II. von Bayern – alle sind höchstwahrscheinlich der Seuche erlegen.

Der Verlauf des Leidens ist nicht vorauszusehen. Syphilis kann rasch fortschreiten oder (bei immerhin 70 % der Infizierten) von allein ausheilen. Seit es Penicillin gibt, ist die Krankheit ohnehin in jedem Stadium heilbar. Doch auch ohne wirksame Therapie hat sie in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger schlimm gewütet. Die Syphilis zeigt sich durch kleine, oft schmerzlose Geschwüre an Penis oder Schamlippen und durch geschwollene Lymphknoten in den Leisten. Wird sie rechtzeitig behandelt, muss der Patient keine Folgen befürchten.

Der beste Schutz: Das Kondom
Abgesehen vom gemeinsamen Urlaub mit der oder dem Liebsten oder sexueller Abstinenz ist ein Kondom (auch Präservativ) die beste Empfängnisverhütung und der beste Schutz gegen sexuell übertragbare Erkrankungen. Eine dünne Hülle aus vulkanisiertem Kautschuk wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis des Mannes gestreift. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen!

Infos aus der Apotheke
Es gibt natürlich nicht nur Geschlechtskrankheiten als unliebsames Urlaubs-Mitbringsel. Je nach Reiseziel drohen von Reisedurchfall bis Malaria viele andere Gefahren. Gut geschützt, können Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen. Ihr/e Apotheker/in kennt die Besonderheiten für jedes noch so exotische Urlaubsziel und stellt gerne eine exakt darauf abgestimmte kleine Reiseapotheke zusammen. Fragen Sie einfach danach, damit Sie sorglos in die schönsten Tage des Jahres abdüsen können.

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