Mittwoch, 21. Februar 2018

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Die Haut: Spiegel der Seele

Jeder hat sie, keiner liebt sie. Dabei wollen sie uns doch nur auf ihre Weise etwas mitteilen: die Pickel

Die Haut: Spiegel der Seele

Die Haut: Spiegel der Seele

Auf einige Dinge im Leben kann man sich sehr wohl verlassen. Eines davon ist: der gemeine Pickel. Zuverlässig zur Stelle, wenn man ihn überhaupt nicht brauchen kann. Entweder dann, wenn es einem eh schon so schlecht geht, und man nicht will, dass einem die anderen das auch noch an der Nasenspitze ansehen. Oder natürlich dann, wenn man gerade einmal besonders gut aussehen will.

Dabei ist der gemeine Pickel nicht einmal so schlimm. Er grüßt einmal kurz und geht. Der Supergemeine ist der Langzeitpickel – der Dauerparker. Wohnt mindestens zwei Wochen in bester Lage und hinterlässt Flecken und Krater. Ziemlich fies ist übrigens auch der Entgiftungspickel. Ein reiner Racheakt des Körpers.

Wie man dem Pickel zu Leibe rückt
Es geht beim Pickel – wie bei vielem im Leben – um die Mitte. Man muss die Mitte finden und dann: fest drücken. Vorher sollte noch die Frage vom richtigen Zeitpunkt geklärt werden. Wann greift man an? Wer ihm zu Früh zu Leibe rückt, macht ihn nur wild.

Die Frage, die sich stellt: Warum tut einem der Körper das an? Um zu  demonstrieren, dass man ihm etwas angetan hat. Es ist ja kein Zufall, dass ein ordentlicher Pickel einer roten Ampel ziemlich ähnlich sieht. Der schreit ja förmlich „Stopp!“ Mach nicht so weiter! So schaut es bei dir drinnen nämlich auch aus und das muss raus.

Prozesse in der Haut

  • verstärkte Androgenaktivität stört das hormonelle Gleichgewicht - Talgdrüsen produzieren vermehrt Talg - fette, glänzende Haut entsteht.
  • Verhornungsstörungen im Talgdrüsenausführungskanal – Verstopfung – Entstehung von Komedonen (offene Komedonen: Mitesser, schwarze Punkte oder geschlossene
    Komedonen: weißlich)
  • Propioni-Bakterien vermehren sich im rückgestauten Talg – bakterielle Abbauprodukte entzünden das Gewebe – Papeln, Pusteln und Knötchen = klassische Akne.

Häufigste Akneformen

  • Acne comedonica
    überwiegend Komedonenbildung (offene und geschlossene), hauptsächlich im Gesicht
  • Acne papulopustulosa
    Übergang zu entzündlichen Papeln und Pusteln, häufig auch am Rücken und Dekolleté
  • Acne conglobata
    die schwerste Akneform betrifft oft junge Männer, häufig auch am Rücken und Dekolleté

Neben den oben genannten Erscheinungsformen treten zusätzlich schmerzhafte Knoten, Fistelkomedonen und Abszesse auf. Vorsicht: schwerste Narbenbildung. 

Aknetherapeutika
Die Hormontherapie der Akne ist indiziert bei weiblichen Patienten, die gleichzeitig einen Konzeptionsschutz wünschen und wird in Kombination mit anderen Aknetherapeutika verordnet.

Die effektivste, äußerliche Therapie bei papulösen Akneformen ist eine Kombinationstherapie aus Tretionin und Benzoylperoxiden (Eudyna Gel, Benzaknen, Scherogel). Weiters werden lokale Antibiotika wie Clindamycin und Erythromycin eingesetzt. Als systemische Arzneimittel stehen Tetracykline (Minocin) und Isotretinon (Roaccutan) zur Verfügung. Uner wünschte Wirkungen: Austrocknung, Rötung und Juckreiz der Haut, Bleicheffekte, Photosensibilisierung, Magen-Darm-Störungen, Allergierisken. Kontraindikationen: Schwangerschaft und intensive UV-Bestrahlung.

Über die Möglichkeit diverser biologischer Akne-Begleittherapien (Schüssler Mineralstoffe, Phytotherapie, Homöopathie) beraten wir Sie gerne in der Stadt~Apotheke Gleisdorf.

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