Donnerstag, 20. September 2018

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Neurodermitis im Griff

Neurodermitis kann die Lebensqualität massiv beeinflussen.
Doch mit dem richtigen Maßnahmen-Mix kann man die Krankheit gut in den Griff bekommen.

Intensiver Juckreiz, Hautentzündungen, massive Einschränkungen im täglichen Leben - das sind die Eckpfeiler einer besonders unangenehmen Hautkrankheit: Neurodermitis.
Jeder zwölfte Erwachsene und jedes fünfte bis siebente Kind leiden unter dieser auch als "atopische Dermatitis" bezeichneten Krankheit, Tendenz steigend - in den letzten 30 Jahren hat die Zahl der Neurodermitis-Fälle um 30 Prozent zugenommen.

Neurodermitis gehört mit Asthma und Heuschnupfen zu den allergischen Krankheiten. Wenn die Eltern darunter leiden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch ihre Kinder betroffen sind. Aber auch Umweltfaktoren spielen eine große Rolle: Extrem hohe oder niedrige Temperaturen, raue Stoffe an der Haut, Stress und Angst - all das kann ebenfalls Neurodermitis auslösen.

Kratzen hat schlimme Folgen
In einer aktuellen Umfrage des "Neurodermitis-Forums", dem führende Ärzte Österreichs angehören, berichteten über 90 Prozent aller Betroffenen, dass sie in letzter Zeit an rauer, juckender oder schmerzhafter Haut gelitten haben. Das Jucken ist dabei das am meisten störende Symptom der Neurodermitis. Es führt dazu, dass die Betroffenen ein unkontrolliertes Verlangen haben, sich häufig zu kratzen. Was allerdings negative Folgen hat: Denn die aufgekratzte Haut entzündet sich dadurch recht schnell, nässt und bildet Krusten. Auch wenn es für die Betroffenen daher schwierig ist, heißt die oberste Maxime bei Neurodermitis: Nicht kratzen!

60% der Neurodermitiker schlafen schlecht
Der Einfluss der Neurodermitis auf die Lebensqualität der Betroffenen ist oft gravierend: Der dauernde Juckreiz führt zum Beispiel zu Schlafstörungen. 60 Prozent der Neurodermitis-Kranken fühlen sich nachts "immer" oder "manchmal" beeinträchtigt, zitiert Univ. Prof. Dr. Werner Aberer, Dermatologe an der Medizinischen Universität Graz und Präsident der österreichischen Dermatologengesellschaft aktuelle Umfrage-Daten. Sport und andere anstrengende Tätigkeiten sind nur noch eingeschränkt möglich, da der Schweiß in die offenen Hautstellen eindringen und Schmerzen verursachen kann.

Auch das Berufsleben wird beeinflusst
Bei knapp der Hälfte der Betroffenen wirken sich die Hautveränderungen zudem auf das Selbstwertgefühl aus: Sie geben an, zumindest "manchmal" verlegen oder gehemmt zu sein. Auch auf die Arbeit hat Neurodermitis einen nicht zu unterschätzenden Einfluss: Insgesamt fühlen sich laut Umfrage 50 Prozent der Betroffenen beim Lernen oder Arbeiten von der juckenden, entzündeten Haut gestört und können sich daher nicht mehr so gut konzentrieren. Manchmal bleibt der Beruf auch völlig auf der Strecke - insbesondere wenn Arme, Beine oder Hände von der Krankheit schwer betroffen sind. Eine Krankenschwester berichtete, dass sie ihren Beruf aufgeben musste, nachdem sie drei Jahre lang vergebens versuchte, ihre Neurodermitis in den Griff zu bekommen.

Kinder leiden weniger
Während Erwachsene oft sehr stark von der Neurodermitis beeinträchtigt sind, fühlen sich Kinder - obwohl bei ihnen die gleichen Symptome in gleicher Schwere auftreten - weniger von der Krankheit gestört. Sie lassen sich im täglichen Leben kaum beeinflussen. Offenbar können Kinder also besser mit der Krankheit umgehen als Erwachsene. Dementsprechend sind es die Eltern, die sich mehr Sorgen machen als ihre eigenen, von der Krankheit betroffenen Kinder: Während "nur" 48 Prozent der betroffenen Kleinen "immer" oder "manchmal" in getrübter Stimmung sind, geben 63 Prozent der Eltern an, zumindest zeitweise von emotionalen Problemen wie Depression, schlechtem Gewissen oder Frust betroffen zu sein.

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