Samstag, 25. November 2017

Apotheke-Raabtal
Ludwig-Binder-Straße 27, Gleisdorf

Nicht nur böse Hexen haben Warzen!

Warzen - das sind eigentlich gutartige, aber infektiöse Neuwucherungen der Haut.

Wenn kleine harte, halbkugelige oder spitze Gebilde auf der Haut entstehen, spricht man von Warzen. Sie bilden sich an den Händen, seltener im Gesicht und am Hals. Dornwarzen entstehen an den Fußsohlen und sind schmerzhaft. Feigwarzen werden über Geschlechtsverkehr verbreitet und sind ebenfalls Folge einer Papillomavirus-Infektion. Warzen sind gutartige, aber infektiöse Neuwucherungen der Haut.

Begünstigt wird eine Infektion durch kleine Verletzungen oder Ekzeme, da die Viren dann leichter in die Haut eindringen können. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum ersten Auftreten von kleinen Wucherungen, dauert zwischen 6 Wochen und 20 Monaten. Diese Wucherungen sind nicht gefährlich, können aber gerade im Fußsohlenbereich beim Auftreten zu Schmerzen führen.

Immer infektiös, manchmal gefährlich
Im Gesicht, an Hals und Händen werden sie als störende Schönheitsfehler empfunden. Warzen sind ständig infektiös. Sobald sie anfangen zu bluten, immer hervorgerufen durch externe Manipulation, können sich die Viren in alle mit dem Blut kontaminierten Bereiche setzen, also sowohl die eigene Person an anderer Stelle anstecken, als auch fremde Personen infizieren.

Papillomaviren können aber auch gefährlich werden: Sie gelten als wichtige Ursache für die Entstehung von Gebärmutterkrebs. In 90 Prozent der Fälle sind die Krebspatientinnen damit infiziert.

Was man gegen Warzen tun kann:

  • Holen Sie sich aus der Apotheke die homöopathische Ur-Tinktur der Thuja und bestreichen Sie mehrmals täglich die Warze. Zusätzlich nehmen Sie täglich 1 x 5 Globuli von Thuja D30 ein. Dies ist eine sehr effiziente Methode der Warzenbehandlung besonders bei Kindern und kann auch großflächig angewendet werden.
  • Bei Mineralstoffmangelzuständen kann die Zufuhr von Schüsslersalzen Nr. 4 (Kalium chloratum D6) und Nr. 10 (Natrium sulfuricum D6) das Mittel der Wahl sein. Warzenähnliche Verhärtungen der Haut erfordern die Nummern 1 (Calcium fluoratum D12), 5 ( Kalium phosphoricum D6) und 8 (Natrium chloratum D6). Alle Zubereitungen sind auch als Salben oder Cremegel bestens zu empfehlen.
  • Eine ganz besonders raffinierte Art, eine Warze wegzubekommen, haben Hautärzte in der Schweiz erprobt. Besorgen Sie sich aus der Apotheke eine Packung Kapseln mit natürlichem Vitamin E in der hohen Dosierung von 500 internationalen Einheiten. Stechen Sie 3-mal täglich eine Kapsel mit einer Nadel an zwei Stellen auf, drücken Sie das flüssige Vitamin E heraus und reiben Sie damit die Warze ein.
  • Sehr beliebt in der ländlichen Bevölkerung ist die Therapie mit Rizinusöl oder Teebaumöl aus der Apotheke.
  • Ein eher ungewöhnliches Rezept im Kampf gegen Warzen: Schälen Sie eine goldgelbe, reife Banane und essen Sie sie. Was Sie brauchen, ist die Schale. Schneiden Sie davon ein kleines Stück ab und legen Sie es mit der weißen, weichen Innenseite der Schale auf die Warze. Mit Mullbinde festbinden und über Nacht einwirken lassen. Zwei weitere Naturprodukten aus Ihrer Küche: Zwiebel und Knoblauch.
  • Bei hartnäckigen Beschwerden können Sie hornhautaufweichende, ätzende Pinselungen auftragen (unbedingt die umliegende, gesunde Haut schützen!). Schneller aber nicht ohne Narben zurückzulassen geht es, wenn die Warze herausgeschnitten wird, oder mit einer heißen Öse abgeschabt wird. Dies wird in Lokalbetäubung durchgeführt, kann aber durch die entstehende Wunde zu Narbenbildung führen. Auch Vereisung der Warze ist möglich (neues Mittel: Wartner®). Durch die künstliche Erfrierung der Haut kommt es zu einer Blasenbildung und schließlich zum Ablösen der infizierten Haut.

Geduld bei der Therapie
Die Entfernung der Warzen ist oft langwierig, und allzu häufig sind sie nach kurzer Zeit wieder da. Die erfolgreiche Therapie bedarf der Geduld des Patienten. Hausmittel wie das "Besprechen" von Warzen oder die Methode, eine Schnecke bei Vollmond über die Warze kriechen zu lassen, sind nach Ansicht der Ärzte nicht wirklich vielversprechend.

Das hat wohl alles eher mit dem Märchenbild der Hexe mit der hässlichen, riesigen Warze auf der Nase zu tun!

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